Kampagne

Für das Wissen entscheiden

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) als zentrale Selbstverwaltungsorganisation der deutschen Wissenschaft zählt forschungsintensive Hochschulen und weitere Wissenschaftsorganisation zu ihren Mitgliedern. Die als Verein organisierte Gemeinschaft fördert Spitzenforschung in Deutschland. Ihre Finanzierung von Forschungsvorhaben, die rein aus den Bedarfen der Wissenschaft selbst entstehen, ermöglicht das, was im Grundgesetz verankert ist: die Wissenschaftsfreiheit.

Dieses heute von der DFG verkörperte Prinzip der selbstverwalteten und wissenschaftsgeleiteten Forschungsförderung entstand vor hundert Jahren mit der Gründung der “Notgemeinschaft der Deutschen Wissenschaft”. Und dieses keineswegs selbstverständliche Prinzip gilt es 2020 anlässlich der hundertsten Wiederkehr der Gründung der Notgemeinschaft zu feiern.

Mit der Kampagne “DFG2020 – Für das Wissen entscheiden” will die DFG ihre Überzeugung für eine freie und erkenntnisgeleitete Forschung in die Gesellschaft tragen. Denn globalen Herausforderungen wie dem Klimawandel, der Digitalisierung oder den demographischen Entwicklungen können wir nur begegnen, indem wir uns gemeinsam „für das Wissen entscheiden“.

Mit vielen Formaten motiviert DFG2020 die Wissenschaft sowie weite Teile der Gesellschaft, sich zu einer unabhängigen Wissenschaft zu bekennen. Die Gemeinschaft, die die DFG im Namen trägt, soll sichtbar und erfahrbar werden.

100 Jahre Wissenschafts­förderung
im Rückblick

30. Oktober 1920

Gründung der „Notgemeinschaft der Deutschen Wissenschaft“ auf Betreiben Fritz Habers, „Vater der Notgemeinschaft“, und Friedrich Schmidt-Ott, der ihr erster Präsident wurde, in Berlin.
Zur Notgemeinschaft

1920

Schaffung eines „Stifterverbandes der Notgemeinschaft der Deutschen Wissenschaft e.V.“ zwecks zusätzlicher Akquirierung von privaten Spendenmitteln.
Zur Entstehung

1928

Pamir-Expedition; Eine weitgehend unbekannte Gebirgsregion in der südöstlichen Sowjetunion in der Nachbarschaft zu Afghanistan und China wurde fünf Monate von elf deutschen und elf russischen Wissenschaftlern bereist.
Zur Pamir-Expedition

ab 1934

Politische Gleichschaltung der Forschungsgemeinschaft durch die Nationalsozialisten. Nach dem Rücktritt des gesamten Präsidiums der Forschungsgemeinschaft zunächst unter der Präsidentschaft des Physikers Johannes Stark (1934-36), anschließend unter dem „Wehrchemiker“ Rudolf Mentzel (1936-45), der das nationalsozialistische „Führerprinzip“ durchsetzte.
Zur Anpassung

1945-1951

Nach dem zweiten Weltkrieg war die Forschungsförderung nur notdürftig zu erhalten. Manchenorts gründeten sich Fördergemeinschaften. 1949 wurde die „Notgemeinschaft der Deutschen Wissenschaft“ neu gegründet.
Von der Notgemeinschaft zur DFG

18. Mai 1951

Auflösung der Berliner Notgemeinschaft
Zum Dossier unter www.dfg.de

2. August 1951

Fusion von Notgemeinschaft der Deutschen Wissenschaft und Deutschem Forschungsrat zur Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG).
Zur Nachkriegszeit

seit 1951

Sitz der DFG-Geschäftsstelle in Bonn-Bad Godesberg
Die Geschäftsstelle

1952

Die Akten, die die DFG im Januar 1952 in Empfang nahm, hatten eine lange Reise hinter sich. Über die Wege der Dokumente, vom Berliner Schloss über Evakuierungsorte in Mitteldeutschland bis hin zu einem Raum in der Freien Universität Berlin
Die Geschichte der Akten

1990

(Gesamt-)Deutsche Forschungsgemeinschaft Ausdehnung der Förderarbeit auf das Gebiet des vereinten Deutschland.
Zur Chronik der DFG

© Foto: Bundesarchiv Koblenz: BAK B 227-540 Hefter 3

Auszug aus der Satzung der Notgemeinschaft, 1920

© Foto: aus Zierold, Forschungsförderung in drei Epochen, 1968

Notgemeinschaftsausschuss 1924 mit Fritz Haber (v.l.) und Max Planck (Mitte)

© Foto: aus Wissenschaftliche Ergebnisse der Alai-Pamir-Expedition 1928 im Auftrage der Notgemeinschaft der Deutschen Wissenschaft, 1932

Karte des Notgemeinschaftsgletschers

© Foto: DFG

Geschäftsstelle der Bonner Notgemeinschaft in der Büchelstraße in Bad Godesberg von 1949 bis 1954. Im Gebäude befand sich auch das Juristische Seminar der Universität Bonn.

© Foto: DFG

Die DFG-Geschäftsstelle im Frankengraben 40 mit ihrem ersten Anbau im Jahr 1957.

Die Mitglieder der DFG stellen sich vor

Die DFG als Verein

Die DFG ist als privatrechtlicher Verein organisiert. Ihre Mitglieder sind forschungsintensive Hochschulen, außeruniversitäre Forschungseinrichtungen, wissenschaftliche Verbände sowie die Akademien der Wissenschaften. Im Jubiläumsjahr stellen wir diese nach und nach vor. Freuen Sie sich mit uns auf die kommenden Institutionsvorstellungen.

Die Institutionsvorstellungen im Überblick

Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen

Die RWTH Aachen blickt im Jahr 2020 auf 150 Jahre Hochschulgeschichte zurück. Sie hat neun Fakultäten, 260 Institute, 158 Studiengänge, mehr als 45.000 Studierende und 564 Professorinnen und Professoren. Derzeit fördert die DFG in Aachen 20 Sonderforschungsbereiche und Transregios, zehn Graduiertenkollegs und drei Exzellenzcluster.

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Geförderte Projekte in Gepris
Zur RWTH-Geschichte

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Ludwig-Maximilians-Universität München

Die LMU begreift sich als echte „universitas“: von den Geistes- und Kulturwissenschaften über Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften bis hin zur Medizin und den Naturwissenschaften. Mit diesem breiten und ausdifferenzierten Fächerspektrum verfügt sie über die ideale Basis für innovative Forschung und eine qualitativ hochwertige Lehre. Als „Exzellenzuniversität“ will sie für die komplexer werdenden Zukunftsfragen um Mensch, Gesellschaft, Kultur, Umwelt und Technologie fächerübergreifend problemorientierte Lösungsansätze entwickeln.

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Geförderte Projekte in Gepris

Mehr Vorstellungen

Deutsches Archäologisches Institut

Das Deutsche Archäologische Institut (DAI) forscht weltweit in Fragen der Archäologie und der Altertumswissenschaften. Es ist auf fünf Kontinenten in über 350 Projekten tätig. Das DAI fördert den Dialog zwischen Kulturen, die internationale wissenschaftliche Zusammenarbeit sowie den Erhalt des kulturellen Erbes und ist ein wichtiger Faktor der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik sowie der Außenwissenschaftspolitik. Die Forschungen erschließen die Spuren menschlichen Handelns und ermöglichen Einblicke in die Lebens- und Wirtschaftsweisen des Menschen von den Anfängen bis zur Gegenwart.

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Verstanden

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