Im Flow: Probe #fürdasWissen

Ein wichtiger Meilenstein für die Expedition #fürdasWissen der DFG – die Durchlaufprobe für die große Expeditionsveranstaltung im Zentrum der Neugierde am 26. Juni 2021 in Berlin. Forschende, Künstlerinnen und Künstler, Bürgerinnen und Bürger ließen sich auf das künstlerische Experiment und die Gespräche ein. Es ging um ganz persönliche Fragen. Im Interview schildert Charlotte Baumgart vom Künstlerkollektiv „Kompanie Kopfstand“, was sie beeindruckt und herausgefordert hat. Sie spricht von spannenden Begegnungen und einer traumhaften Oase mitten in Berlin.

Was ist das Zentrum der Neugierde?
Das Zentrum der Neugierde ist ein Raumaufbau, der quasi aus dem Expeditionsbus herauswächst. Es ist ein Ort, an dem Fragen gesammelt und gefunden, getestet und durchleuchtet, unter die Lupe genommen und hinterfragt werden. Und zwar in einem Dialog zwischen Wissenschaft, Gesellschaft und Theater, der sich auf unterschiedlichen Wegen mit den ganz eigenen Fragen der Beteiligten auseinandersetzt.

Wie hat das Probepublikum mitgemacht?
Ein ganz großer Pluspunkt an dem Projekt ist, dass es um die eigenen, persönlichen Fragen der Beteiligten geht. Sie fanden es toll, so viel von dem beisteuern zu können, was sie umtreibt. Das ehrliche Interesse an ihren Fragen, Wünschen, Sorgen – das haben sie wirklich gespürt. Daraus haben sich total tolle und spannende Gespräche ergeben. Hinzukommt, dass sich alle nach der langen kulturellen Corona-Pause gefreut haben, endlich mal wieder mit unbekannten Menschen zu sprechen. Es gab zum Beispiel einen sehr spannenden Austausch über Fruchtfliegen zwischen einer Teilnehmerin und einem Wissenschaftler. Einige haben sich in der Werkstatt des Wissens motiviert gefühlt, riesige Konstruktionen zu bauen. Und die Hörstation, an der sie ganz unterschiedliche Kommentare aus der Bevölkerung zur Wissenschaft hören konnten, hat viele gefesselt. Die meisten hatten das Gefühl, dass die Zeit viel zu schnell vorbeiging.

Was war besonders herausfordernd?
Ganz sicher war die größte Hürde, das 100-prozentig interaktive Format in Zeiten von Corona sicher zu gestalten. Der ursprünglich geplante Aufbau war ohnehin schon komplex, aber mit den Abstandsregeln etc. war das noch schwieriger zu koordinieren. Weil die Laufwege der Gruppen sich nicht kreuzen sollten, mussten wir bestimmte Wege festlegen, um immer zu wissen, wer wann wo ist. Auch das Singen mit Schutzmaske war eine Herausforderung. Wir sind froh, dass unsere Pläne für den neuen Aufbau aufgegangen sind und sich bei der Probe alle sicher fühlten.

Was hat dich besonders beeindruckt?
Dass die Beteiligten so bereitwillig mitgemacht haben. Sowohl die Forschenden als auch die Teilnehmenden haben sich komplett auf das Laborformat eingelassen, so dass ein richtiger Flow entstanden ist. Es hat mich wirklich beeindruckt, wie gut das Konzept auch unter den geltenden Hygienebedingungen funktioniert hat. Das war super.

Wo liegt für das Künstlerkollektiv der Reiz an diesem Projekt?
Der Reiz liegt vor allem darin, die verschiedensten Menschen in den Dialog zu bringen. Und dabei Menschen aus dem öffentlichen Raum ganz niedrigschwellig ein Thema anzubieten, die unter Umständen keinen Bezug zur Wissenschaft haben. Aber sie sind bereit, sich voller Freude in die Formate einzubringen und in den Austausch zu gehen.

Worauf freust du dich im Hinblick auf die Premiere am 26. Juni?
Ich freue mich darauf, Menschen einzuladen und als Gastgeberin aufzutreten. Ich freue mich, die Beteiligten zusammenzuführen und zu inspirieren. Ich möchte Impulse setzen, insbesondere nach dieser langen, leeren Corona-Zeit. Und das Außengelände der Malzfabrik ist so schön, ein echter Traum. Eine Oase in Berlin – so schön grün inmitten der ehemaligen Fabrikgebäude aus rotem Backstein. Das wird herrlich.

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