Startklar, aber ausgebremst

Alles war vorbereitet: Das Expeditionssetting ist fertig, das Theater- und Performancekollektiv „Kompanie Kopfstand (KoKo)“ steht in den Startlöchern. Doch die Coronavirus-Pandemie hat die Expedition jäh ausgebremst. So startet die Expedition #fürdasWissen heute leider nicht in Hamburg.

Monatelang haben die Künstlerinnen und Künstler der „Kompanie Kopfstand“ getextet, komponiert und verworfen, Requisiten und Kostüme entworfen und realisiert, die „Werkstatt des Wissens“ entwickelt und gebaut, die Videoinstallation mit Stimmen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern erstellt. Und es wurde geprobt und wieder geprobt. Unsere Vorfreude wuchs von Woche zu Woche. Das, was KoKo da geplant hat, um den Dialog mit Bürgerinnen und Bürgern über ihr Verhältnis zur Wissenschaft zu initiieren, hat uns zunehmend begeistert. Dann rückte der Termin der Generalprobe näher – und wir befanden uns plötzlich in einem Wettlauf mit der Ausbreitung des Coronavirus. Die Generalprobe fand gerade noch statt. Seither hält ein kleines Virus die Welt in Atem und wir halten den Atem an.

Rolle der Wissenschaft wird deutlich

In Zeiten wie diesen zeigt sich jedoch eines deutlich: welch wichtige Rolle die Wissenschaft spielt. Der Slogan “Für das Wissen entscheiden” gewinnt eine ganz neue Relevanz. Denn Fakten, Hintergründe und Wissenswertes zum Virus und seinen Folgen, neuartige Impfstoffe und Medikamente zur Behandlung – all das liefern Forschende, die unter Hochdruck und in Windeseile an der effektiven Bekämpfung der Pandemie arbeiten.

Normalerweise funktioniert Forschung so: Es tauchen Fragen auf und die Wissenschaft sucht nach Antworten, ein Problem ist in der Welt und die Forschenden tüfteln so lange, bis sie eine Lösung gefunden haben. Mit unserer Expedition #fürdasWissen wollen wir das eingespielte Frage-Antwort-Modell umdrehen. In unserem Auftrag initiiert das Theater- und Performancekollektiv „Kompanie Kopfstand (KoKo)“ den Dialog zwischen Bürgerinnen und Bürgern und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern. Gemeinsam suchen wir nach Fragen, die das Verhältnis der Menschen zur Wissenschaft abbilden.

Dafür sollte das Setting so aussehen: Transportable Räume sollten Begegnung schaffen: Der künstlerisch gestaltete Bus, mit dem KoKo durch Deutschland fährt, verwandelt sich an der jeweiligen Station in ein kleines Kino, in dem eine Videoinstallation Inspiration liefert. Transparente, begehbare Kapseln bilden den Raum für den Dialog zwischen Gästen, lokalen Forschenden und den Kunstschaffenden. Schauspielerische Interventionen, Musik und Soundcollagen motivieren die Besucher, sich Gedanken darüber zu machen, welche Rolle Wissenschaft für ihren Alltag und ihre Entscheidungen spielt und wie groß ihr persönliches Vertrauen in die aktuelle Forschung ist.

Doch aus dem persönlichen Kontakt wird erstmal nichts. Stattdessen haben wir versucht, die Kampagne in die digitalen Medien zu verlagern. Zum Beispiel mit der Online-Aktion #fürdasWissen.

Zur Online-Aktion #fürdasWissen

Videobotschaft von Koko

Bei einer der Proben haben die Mitglieder des Theater und Performance-Kollektivs Kompanie Kopfstand eine Videobotschaft aufgenommen

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