Startschuss der Expedition #fürdasWissen

Mit der Übergabe des Wagenschlüssels an das Theater- und Performancekollektiv Kompanie Kopfstand (KoKo) hat DFG-Präsidentin Prof. Dr. Katja Becker am 13. Januar offiziell die DFG-Expedition #fürdasWissen gestartet. Beinahe ein Jahr lang wird Koko nun mit dem künstlerisch gestalteten Bus durch Deutschland reisen und in verschiedenen Städten den Dialog der Wissenschaft mit Bürgerinnen und Bürgern initiieren.

DFG / David Ausserhofer

Katja Becker dreht den Zündschlüssel

Eine kalte Januarsonne taucht den Berliner Gendarmenmarkt in ein mildes Licht. Sichtlich vergnügt steigen DFG-Präsidentin Becker und die Performerinnen Julia Bihl und Charlotte Baumgart von KoKo in den bunt gestalteten Kleinbus, lassen den Motor an und starten damit eine der ungewöhnlichsten Reisen, die es in diesem Jahr in Deutschland geben dürfte: die DFG-Expedition #fürdasWissen. 2020 wird KoKo durch das Land reisen und den Dialog mit allen suchen, die ihr Verhältnis zur Wissenschaft neu erkunden wollen. Neben der Expedition haben außerdem alle Interessierten die Möglichkeit, in den sozialen Medien Text-, Bild- und Video-Statements dazu abzugeben, warum sie sich #fürdasWissen entschieden haben.

Transparente Kapseln als Ort der Begegnung

Die Expedition macht Station in etlichen deutschen Städten, als erstes in Hamburg. Jeweils einen Nachmittag lang wird der Bus in den Orten an belebten, öffentlichen Plätzen stehen und mit begehbaren, transparenten Kapseln den Raum zum Dialog zwischen Gästen, lokalen Forschenden und Kunstschaffenden bieten. Ballons, die Fragen der Gäste aufwärts tragen, erfüllen nach und nach die Kapseln. Einen Vorgeschmack gab KoKo beim Neujahrsempfang der DFG im und vor dem Leibniz-Saal der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, wo die ersten fragen gen Himmel strebten. An den Stationen kommen schauspielerische Interventionen, Musik und Soundcollagen hinzu, unterstützen die Ansprache und motivieren die Besucher, sich Gedanken darüber zu machen, welche Rolle Wissenschaft für ihren Alltag und ihre Entscheidungen spielt und wie groß ihr persönliches Vertrauen in die aktuelle Forschung ist. „Wir möchten herausfinden, welche Fragen die Menschen aktuell bewegen, welche also die nächsten sind, die gestellt werden müssen“, erläutert Katja Becker zum Auftakt der Expedition. Zugleich solle deutlich werden, dass Wissenschaft nicht alle Probleme lösen kann, aber ein Großteil der Probleme auf der Erde nur mit Hilfe der Wissenschaft gelöst werden kann.

DFG / David Ausserhofer

Ballons beim Neujahrsempfang der DFG

Fragen, die die Menschen bewegen

Dem Auftakt vorausgegangen sind intensive Proben. Schon dabei zeigte sich die ganze Bandbreite der möglichen Fragen: „Warum glauben Menschen an Dinge, die nicht wissenschaftlich belegt sind?“ Oder: „Welche Werte müssen in der Gesellschaft verankert werden, damit wir als Gemeinschaft fortbestehen können?“ Kinder fragen hingegen: „Warum schneit es im Winter in Berlin nicht mehr?“ Sie wollen wissen: „Warum müssen wir warten und nicht die Autofahrer?“ oder „Wie weit sind die Sterne entfernt?“

Das Besondere: Die von KoKo eingesammelten und im Dialog mit Forschenden weiterentwickelten Fragen liefern keine Grundlage zu konkreten Forschungen. Sie dokumentieren vielmehr die fruchtbare Auseinandersetzung der Besucherinnen und Besucher der Stationen mit der Wissenschaft. Auf diese Art entsteht im Laufe der Kampagne DFG2020 eine künstlerische Sammlung, die im besten Fall das Verhältnis von Wissenschaft und Gesellschaft abbildet.

DFG

Einige der gesammelten Fragen

Mitschnitt der Pressekonferenz am 13. Januar 2020

Zur Playlist bei “DFG bewegt”

Es scheint, dass Sie einen veralteten Browser verwenden. Es kann sein, dass nicht alle Webseiten-Elemente vollständig funktionierien.

Verstanden

Bitte drehen Sie Ihr Tablet ins Querformat und laden Sie die Seite neu.

Bitte drehen Sie Ihr Gerät ins Hochformat und laden Sie die Seite neu.