Verleihung des Ursula M. Händel-Tierschutzpreises 2020

Am 1. Oktober 2020 verleiht die DFG ab 16.30 Uhr an der Justus-Liebig-Universität Gießen den mit 80.000 Euro dotierten Ursula M. Händel-Tierschutzpreis 2020 an
Professor Dr. Dr. Thomas Hartung (Johns Hopkins University in Baltimore / Universität Konstanz) und Professor Dr. Marcel Leist (Universität Konstanz).

Die Preisverleihung steht unter dem Dach der Kampagne “DFG2020 – Für das Wissen entscheiden”.

Mit dem Ursula M. Händel-Tierschutzpreis würdigt die DFG Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die sich vorbildlich und nachhaltig darum bemühen, den Tierschutz in der Forschung zu verbessern. Dazu gehört insbesondere die Entwicklung von Verfahren, die zur Reduzierung, Verfeinerung und zum Ersatz von Tierversuchen beitragen.

Der Ursula M. Händel-Tierschutzpreis geht auf die Initiative seiner gleichnamigen Stifterin zurück. Frau Händel (1915-2011) setzte sich viele Jahre lang in vielfältiger Weise für den Tierschutz ein. So gründete sie unter anderem den “Bonner Arbeitskreis für Tierschutzrecht” und engagierte sich in diesem Rahmen für die Novellierung des Tierschutzgesetzes. Ein besonderes Anliegen war für sie der Tierschutz in Wissenschaft und Forschung. Dabei zielte ihr Engagement vor allem darauf, das Leiden von Versuchstieren so weit wie möglich zu begrenzen und die Zahl von Tierversuchen zu reduzieren. Zu diesem Zweck stellte Frau Händel der DFG umfangreiche finanzielle Mittel zur Verfügung, mit denen eine oder mehrere Arbeiten zur Verbesserung des Tierschutzes in der Forschung ausgezeichnet werden können. Mit einem Preisgeld von derzeit 80.000 Euro ist der Ursula M. Händel-Tierschutzpreis der höchst dotierte Forschungspreis dieser Art in Deutschland.

Die diesjährigen Preisträger forschen an der Entwicklung von Alternativmethoden im Bereich der Toxikologie. So haben sie mit dem READacross-Verfahren eine Methode entwickelt, die Vorhersagen über die Giftigkeit bisher nicht erforschter Stoffe erlaubt. Mit dem RASAR-Ansatz, der auf Ansätzen aus der künstlichen Intelligenz beruht, können Informationen aus toxikologischen Datenbanken für automatisierte Vorhersagen genutzt werden. Beide Verfahren tragen dazu bei, die Zahl der Tierversuche in der Toxikologie zu reduzieren.

Neben ihren Forschungsarbeiten engagieren sich beide für die Akzeptanzschaffung
alternativer Methoden auf nationaler und internationaler Ebene.

Das Programm:
Es begrüßen Professor Dr. Martin Kramer, Dekan des Fachbereichs Veterinärmedizin der Justus-Liebig-Universität Gießen. Professor Dr. Wolfgang Weidner, Dekan des Fachbereichs Medizin der Justus-Liebig-Universität Gießen, sowie Professorin Dr. Britta Siegmund als Vizepräsidentin der Deutschen Forschungsgemeinschaft.

Die Preisträger stellen sich vor und nach der Laudatio folgt eine Gesprächsrunde zu „Erfolgen und Karrierewegen in der 3R-Forschung“.

Zur Anmeldung auf den Seiten der Universität Gießen

Mehr zum Preis unter www.dfg.de

Online-Veranstaltung, Veranstaltung, Vor Ort in Gießen

01. Oktober 2020

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