Workshop “Staatliche Forschungsfinanzierung in der Bundesrepublik nach 1945”

des Interdisziplinären Zentrums für Wissenschafts- und Technikforschung (IZWT)
am 12. und 13. März 2020
in der Bergischen Universität Wuppertal, Bergisches Zimmer – Gebäude ME.02

Vortrag/Diskussion in Wuppertal

12. – 13. März 2020

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Das Jahr 1945 bedeutete für die staatliche Forschungsfinanzierung in Deutschland einen tiefen Einschnitt. Zentralstaatlich finanzierte Forschungseinrichtungen, wie Reichsinstitute und die Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft, verloren den Mittelfluss aus Berlin ebenso wie zentrale Institutionen der Forschungsförderung, z.B. die Deutsche Forschungsgemeinschaft. Forschungsförderung wurde daher zunächst in erster Linie Ländersache.

Ab 1949 begann in Westdeutschland der Bund dann zunehmend forschungspolitische Initiativen zu entwickeln, über die Ansiedelung von Forschungsförderung im Atomministerium (Ressortforschung) bis hin zur Gründung eines entsprechenden Ministeriums für wissenschaftliche Forschung 1962. In diese Phase fällt auch der Beginn einer beispiellosen Expansion des Hochschulwesens in den 1960er und 1970er Jahren sowie die Gründung zweier solventer forschungsfördernder Institutionen, der Thyssen-Stiftung (1959) und der Volkswagen-Stiftung (1961).

Jenseits eines solch groben Rasters sind die Rahmenbedingungen staatlicher Forschungsfinanzierung in der Bundesrepublik nach 1945 aus wissenschaftshistorischer und wissenschaftssoziologischer Perspektive noch unzureichend erforscht. Der Workshop Geschichte der staatlichen Forschungsfinanzierung in der Bundesrepublik nach 1945 zielt einerseits auf eine überblicksartige Bestandsaufnahme des Bekannten und andererseits auf die Identifizierung von künftigen Forschungsfeldern in diesem Bereich.

Aus dem Tagungsprogramm:
– Helmut Maier (Bochum): Staatliche Wissenschaftsförderung und Technologiepolitik (1920 bis 1970)
– Jaromír Balcar (Berlin): Geld für die Grundlagenforschung. Zur Finanzierung der MPG (1948-2002)
– Vanessa Osganian/Helmuth Trischler (München): Kooperation trotz Konkurrenz. Die Allianz der Wissenschaftsorganisationen und die Frage nach der Finanzierung von Forschung (ca. 1960-1990)
– Jürgen Wixforth (Berlin): Öffentliche Förderung außeruniversitärer Forschungseinrichtungen im deutschen Föderalismus
– Reinhild Kreis (Mannheim): Jugend forscht. Forschungsfinanzierung auf der Graswurzelebene als Nachwuchsförderung und Zukunftssicherung- Michael C. Schneider (Düsseldorf): Beteiligung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl an den Forschungsanstrengungen der Stahlindustrie
– Jan-Otmar Hesse (Bayreuth): Politikberatung, Auftragsforschung oder Wissenschaft? Geschichte der bundesdeutschen Wirtschaftsforschungsinstitute
– Stefanie Palm (Berlin): Versuchsfeld Institut für Zeitgeschichte. Die Einflussnahme des Bundesinnenministeriums auf die historische Deutung des Nationalsozialismus
– Volker Remmert (Wuppertal): „Direkt an den Herrn Bundeskanzler gewandt“: Aufbau und Finanzierung des Mathematischen Forschungsinstituts Oberwolfach, 1944-1963
– Thomas Heinze (Wuppertal): Finanzierung des Großforschungszentrum DESY (1959-2009)

Gäste sind willkommen. Bitte melden Sie sich bis zum 3. März 2020 bei Volker Remmert: remmert@uni-wuppertal.de.

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